Demonstration am 11.05.2013

Wohnraum für alle.

Am 11.05.2013 wollen wir wieder gemeinsam gegen Verdrängung durch hohe Mieten, Wegrationalisierung von sozialen Einrichtungen und Räumung von selbstverwalteten Zentren, obwohl genug Leerstand vorhanden ist, auf die Straße gehen.

In Frankfurt sind manche Mietpreise so hoch wie in London – Verdrängung und Leerstand bestimmen das Stadtbild.

Wir wollen nicht weiter zusehen, wie ein Viertel nach dem anderen in kapitalistisches Niemandsland verwandelt wird und Menschen durch steigende Mietpreise in Armut verfallen.

Wir wollen eine Entwicklung der Stadt als Ganzes!

„Gentrifizierung ist so gesehen die unverfrorene und geschmacklose Ausgrenzung derer, die den Prozess, der die Stadt lebendig und lebenswert macht, immer wieder anstoßen.“

Gentrifizierung? Nicht mit uns.
Luxus für alle – Schimmel und Bruchbuden für keinen!

Demobeginn: 16Uhr am Römer, Frankfurt am Main

Reflexion der Demonstration am 28.02.2013

Verdrängung erkennen – Leerstand nutzen?

Es lief von Anfang an nicht glatt. Leise lief sich die Menge auf der Berger Straße warm und es zeigte sich, das die auf Anfangs 300 geschätzten Teilnehmer eher stabile 700 waren.
Mit durch Zeitmangel stark verkürzter Demoroute und den Technikproblemen vom Anfang, wurde die Stimmung der Demoteilnehmer/Innen durch das zahlreiche und aggressive Auftreten der Polizei unnötig aufgeheizt, was in der Auflösung der Veranstaltung gipfelte. Dort zeigten sich die Ordnungshüter/Innen kompromisslos mit einer spontanen Routenänderung seitens der Protestierenden.
Es wurde klar gemacht, das dem Anmelder quasi jetzt nur noch die Auflösung der Veranstaltung bleibe, (Zitat)„wenn sie Ihre Teilnehmer nicht im Griff haben“.
So geschah es dann auch, denn von beiden Seiten schien es kein vorran zu geben. Sobald aber die Veranstaltung aufgelöst war, schien die Frankfurter Polizei dies als Startschuss zu verstehen, jeden kleinen Akt von zivilen Ungehorsam mit der vollen Härte ihrer Ausrüstung zu bestrafen.

Abgesehen des frühen Endzeitpunkts und der Polizeigewalt nach dem Ende, freut es uns das sich viele Menschen lautstark diesem Aufruf angeschlossen haben. Auch die Resonanz der nicht beteiligten Passanten /Innen lässt auf nur eine Handlungsweise schließen: Kontinuierlicher Protest.

Bezahlbarer Wohnraum und politische Freiräume lassen sich nicht einfach herbeizaubern und werden von der Politik auch nicht einfach herausgerückt.
Sie müssen kontinuierlich eingefordert werden und das nicht nur durch eine Form des Protests.
Fette Mieten-Parties, Spontis, Scheinbesetzungen, Großdemos und Häuser besetzen sowieso, sind nur die offensichtlichsten Arten den massiven ungenutzten Raum in FFM aufzuzeigen.

Wir kommen wieder, keine Frage – denn Chabos wissen wo der Leerstand ist.